Die sichere Geldanlage - Festzins

Es gibt verschiedene Produkte, welche einen Festzins anbieten. In der folgenden Tabelle werden die wichtigsten kurz vorgestellt, wobei beim Geldmarktfonds kein Festzins vertraglich festgelegt werden kann.

Die folgenden Finanzprodukte haben Gemeinsamkeiten aber auch starke Unterschiede. Festgeldkonto, teilweise auch Tagesgeldkonto, Staatsanleihe und Firmenanleihe erbringen zum Zeitpunkt des Vertragsanschlusses zur Kontoeröffnung bzw. des Kaufs eine vertraglich festgelegte Rendite. Beim Festgeldkonto ist es die vertraglich vereinbarte Verzinsung des Anlagebetrags während der gesamten Laufzeit. Bei einigen Tagesgeldkonten der garantierte Zinssatz für einen relativ kurzen Zeitraum (je nach Bank 3-12 Monate). Bei der Staatsanleihe und der Firmenanleihe berechnet sich die Rendite zum Zeitpunkt des Kaufs aus dem Kurswerts, der Rückzahlbetrags am Ende der Laufzeit, dem Zins der Anleihe und der Restlaufzeit.

Viel wichtiger als diese Gemeinsamkeit sind die Unterschiede. Der wichtigste Unterschied ist das Risiko des Finanzprodukts. Beim Tagesgeldkonto und Festgeldkonto besteht im Rahmen von Einlagensicherungsfonds kein Ausfallrisiko und auch kein Verlustrisiko. Bei Staatsanleihen und Firmenanleihen bestehen Risiken in Form von Kursschwankungen und damit verbundenen Verlustrisiken, Ausfallrisiken durch Insolvenz des Emittenten und Zinsrisiken durch Zahlungsschwierigkeiten des Emittenten.

Anlageform Vorteile Nachteile
Tagesgeldkonto - sichere Rendite
- es entstehen keine Kosten, die die Rendite schmälern
- täglich verfügbar
 
Festgeldkonto
- sichere Rendite
- sehr hohe Rendite
- es entstehen keine Kosten, die die Rendite schmälern
- Anlagesumme erst nach Ablauf der vereinbarten Anlagezeit verfügbar
Geldmarktfonds - geschütztes Sondervermögen - zukünftige Rendite ist unsicher
- beim Kauf entstehen Kosten (z.B. Ausgabeaufschlag)
- lfd. Kosten (z.B. Depotkosten, Gebühren)
- Kursschwankungen
- kurzfristig ggf. nur mit Verlust verfügbar
Staatsanleihen - vertraglich vereinbarte Zinsen - Kursschwankungen
- beim Kauf entstehen Kosten (z.B. Bankspesen)
- lfd. Kosten (z.B. Depotkosten)
- kurzfristig ggf. nur mit Verlust verfügbar
- Ausfallrisiken durch Insolvenz des Emittenten
Firmenanleihen - vertraglich vereinbarte Zinsen - Kursschwankungen
- beim Kauf entstehen Kosten (z.B. Bankspesen)
- lfd. Kosten (z.B. Depotkosten)
- kurzfristig ggf. nur mit Verlust verfügbar
- Ausfallrisiken durch Insolvenz des Emittenten


Ein weiterer Unterschied unter den genannten Finanzprodukten sind die Renditen im Verhältnis zu den Risiken. Am besten wäre natürlich eine sehr hohe Rendite bei keinen bzw. kaum vorhandenen Risiken. Leider gibt es so etwas nicht.

Wer jedoch sein Geld auf einem Festgeldkonto langfristig parkt, der bekommt für diese Planungssicherheit der Bank eine sehr gute Rendite. Da die Guthaben von Festgeldkonten in der EU durch Einlagensicherungsfonds abgesichert sind (Sicherungsgenze 100.000 EUR pro Kunde), besteht bei Anlagebeträgen unter 100.000 EUR kein Risiko. Das Rendite-Risiko-Verhältnis ist damit beim Festgeldkonto sehr gut. Wie hoch die mögliche Rendite ist, errechnet der Festgeldrechner.

Das Rendite-Risiko-Verhältnis beim Tagesgeldkonto ist etwas schlechter als beim Festgeldkonto, da die Zinsen niedriger sind auf dem Tagesgeldkonto. Dafür hat der Sparer jedoch zu jeder Zeit die Möglichkeit, über gesamte Sparguthaben verfügen zu können. Wer diese Flexibilität braucht, dem ist ein Tagesgeldkonto zu empfehlen. Das zu Ihnen passende Tagesgeldkonto errechnet unser Tagesgeldrechner.

Leider wird das Rendite-Risiko-Verhältnis bei der Staatsanleihe und bei der Firmenanleihe viel schlechter im Verhältnis zum Festgeldkonto, denn die Zinsen bei Staatsanleihen und Firmenanleihen sind sehr tief und die Risiken hoch. Firmenpleiten waren in der Vergangenheit keine Seltenheiten und auch Staatspleiten kann es geben (z.B. Griechenland). Die Insolvenz des Emittenten führt meistens zum Totalverlust des Anlegers.

Ein Vergleich aus den erzielbaren Renditen beim Festgeldkonto im Verhältnis zur sicheren, deutschen Staatsanleihe sehen Sie in der folgenden Tabelle. Sie können hierbei selbst die Laufzeit der Anlage auswählen.


durchschnittliche Verzinsung deutscher Staatsanleihen mit einer Laufzeit über 2 bis 3 Jahre
Anlagemonat durchschnittlicher Zinsertrag
deutsche Staatsanleihe
Laufzeit 3 Jahre
maximaler Zinsertrag
Festgeldkonto mit
Laufzeit 3 Jahre
Mehrertrag
Festgeld
Laufzeit 3 Jahre
März 2012 0,80 % 4,05 % 3,25 %
Februar 2012 0,80 % 4,05 % 3,25 %
Januar 2012 0,90 % 4,15 % 3,25 %
Dezember 2011 1,10 % 4,30 % 3,20 %
November 2011 1,20 % 4,30 % 3,10 %
Oktober 2011 1,40 % 4,30 % 2,90 %
September 2011 1,40 % 4,30 % 2,90 %
August 2011 1,60 % 4,30 % 2,70 %
Juli 2011 2,20 % 4,30 % 2,10 %
Juni 2011 2,30 % 4,35 % 2,05 %
Mai 2011 2,50 % 4,40 % 1,90 %
April 2011 2,70 % 4,45 % 1,75 %

Mehr Informationen bekommen Sie im Marktüberblick Geldanlage 3 Jahre.